
Das Jahr 2026 markiert endgültig den Wachwechsel in der Bildoptimierung. Während wir uns jahrelang an WebP als den “neuen” Standard gewöhnt haben, hat sich das AVIF-Format (AV1 Image File Format) inzwischen breit durchgesetzt. Für Nutzer von Elementor und WordPress stellt sich nun die konkrete Frage: Sollte ich meine gesamte Mediathek auf AVIF umstellen, oder ist WebP immer noch die sicherere Bank für Core Web Vitals und Kompatibilität?
In diesem Artikel analysieren wir die technischen Unterschiede, die Unterstützung durch Elementor im Jahr 2026 und wie du deine Seite für maximale Performance konfigurierst.
Wer heute noch reine JPGs oder unkomprimierte PNGs auf seine Website lädt, verschenkt wertvolles Ranking-Potenzial. Die Gleichung ist simpel: Geringere Dateigröße bedeutet schnelleres Laden des “Largest Contentful Paint” (LCP), was Google direkt mit besseren Rankings belohnt.
WebP war lange der Goldstandard, da es Bilder bei gleicher Qualität um ca. 30 % kleiner als JPEGs machte. Doch AVIF geht einen Schritt weiter. Dank des fortschrittlichen AV1-Codecs erreicht AVIF oft eine 50 % geringere Dateigröße als JPEG und schlägt selbst WebP noch einmal um gut 20-30 %, insbesondere bei detailreichen Fotos und Farbverläufen.
| Feature | WebP | AVIF |
| Komprimierung | Sehr gut | Exzellent (Testsieger 2026) |
| Browser-Support | 100 % (Universal) | > 98 % (nahezu Universal) |
| Transparenz | Ja | Ja |
| HDR Support | Nein | Ja (High Dynamic Range) |
| Elementor Support | Nativ | Nativ (seit WP 6.5 & Elementor Updates) |
Lange Zeit war die Nutzung von AVIF in Elementor etwas “hakelig”. Nutzer berichteten oft, dass hochgeladene AVIF-Dateien im Editor nicht angezeigt wurden oder die Lightbox-Funktion streikte. Diese Zeiten sind vorbei.
Seit WordPress 6.5 (bereits 2024 veröffentlicht) wird AVIF nativ unterstützt. Elementor hat nachgezogen und insbesondere die Lightbox-Kompatibilität sowie die Vorschau im Editor vollständig gefixt. Wer heute den Elementor Image Optimizer (das hauseigene Plugin) oder externe Lösungen nutzt, kann AVIF als Standardformat definieren.
Ein wichtiger Aspekt hierbei ist das Hosting. Die Umwandlung von Bildern in AVIF ist rechenintensiv. Wie wir in unserem Artikel über All-Inkl Hosting und Performance beschreiben, ist ein starker Server oder ein gutes Caching-Plugin essenziell, um diese Konvertierungen serverseitig sauber abzuwickeln, ohne das Backend zu verlangsamen.
Solltest du jetzt sofort alles umstellen? Die Antwort lautet: Ja, aber mit Fallback.
Moderne Performance-Plugins und auch der Elementor Image Optimizer nutzen das HTML <picture>-Tag. Das bedeutet, der Browser bekommt verschiedene Optionen angeboten:
Diese Methode garantiert, dass auch der letzte Nutzer mit einem uralten Browser (z.B. auf einem sehr alten Smart-TV oder Legacy-System) ein Bild sieht, während 99 % deiner Besucher von der extremen Kompression des AVIF profitieren.
Ein häufiges Problem waren Hintergrundbilder in Containern. Hier wird oft kein <picture>-Tag verwendet, sondern CSS (background-image). Elementor hat hierfür inzwischen Lösungen implementiert, die per CSS-Variablen oder modernen Browser-Weichen (Content Negotiation) das richtige Format ausliefern.
Gerade wenn du komplexe Landing Pages erstellst, ist die Ladezeit der visuellen Elemente über dem “Fold” (der sichtbare Bereich ohne Scrollen) entscheidend für die Conversion-Rate. Ein 40 KB großes AVIF-Hintergrundbild lädt spürbar schneller als ein 150 KB WebP-Pendant.
Für Webdesigner und Agenturen führt 2026 kein Weg mehr an AVIF vorbei. Die Kinderkrankheiten sind behoben, der Browser-Support ist fast lückenlos und der Performance-Gewinn ist messbar.
Wenn du Handwerker oder lokale Dienstleister betreust, ist schnelles Webdesign und Online-Marketing ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Niemand wartet mehr als 2 Sekunden auf eine Seite. AVIF hilft dir, diese Grenze auch bei bildlastigen Designs einzuhalten.
Unsere Empfehlung: Aktiviere die AVIF-Konvertierung in deinem Optimierungs-Plugin (z.B. Elementor Image Optimizer, ShortPixel oder Imagify) und prüfe, ob dein Hosting-Paket genügend Ressourcen für die erstmalige Konvertierung der Mediathek bereitstellt.
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