
Eine gute Website für Gastronomie zeigt Speisekarte, Öffnungszeiten und Tischreservierung sofort – so verlierst du keine hungrigen Gäste mehr.
Ein Gast hat Hunger, tippt „Restaurant Ravensburg” in Google und landet auf deiner Seite. Findet er sofort Speisekarte, Öffnungszeiten und einen Tisch zum Reservieren – oder scrollt er entnervt weiter zum nächsten Treffer? Genau das entscheidet sich in den ersten Sekunden auf deiner Website für Gastronomie. Laut einer Bitkom-Umfrage schauen sich 53 Prozent der Menschen vor dem ersten Besuch die Speisekarte online an, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 65 Prozent. Wer hier nur ein eingescanntes PDF oder eine drei Jahre alte Adresse zeigt, verliert Gäste, bevor sie überhaupt angerufen haben.

Die Entscheidung für ein Restaurant fällt heute selten spontan vor der Tür. Sie fällt vorher, auf dem Sofa oder unterwegs auf dem Smartphone. Laut Bitkom erwarten 69 Prozent der Deutschen von einem Restaurant einen eigenen Internetauftritt, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 80 Prozent. 47 Prozent reservieren einen Tisch am liebsten online, und für 30 Prozent sind Online-Bewertungen sogar das wichtigste Auswahlkriterium überhaupt – wichtiger als Empfehlungen von Freunden.
Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Metro und Dish kommt zu einem ähnlichen Bild: 70 Prozent nutzen digitale Plattformen zur Restaurantsuche, die Hälfte hat schon online reserviert, bei Stammgästen sind es 71 Prozent. Wer als Betrieb in dieser Phase nicht auffindbar oder nicht überzeugend ist, verliert den Gast an die Konkurrenz nebenan – ohne es überhaupt zu merken, weil kein Anruf und keine Beschwerde kommt. Der Gast geht einfach woanders hin.
Vier Dinge entscheiden in der Praxis, ob ein Gast bei dir landet oder abspringt. Alle vier lassen sich mit überschaubarem Aufwand sauber lösen.
Ein PDF zum Herunterladen ist auf dem Smartphone unangenehm zu lesen, lässt sich schlecht aktualisieren und wird von Google schlechter erfasst als normaler Text. Besser: die Speisekarte als eigene Seite direkt im Baukasten pflegen, mit Preisen, Allergenhinweisen und den Gerichten, die es aktuell wirklich gibt. Nichts wirkt unseriöser als eine Karte mit Gerichten, die seit dem letzten Saisonwechsel gar nicht mehr angeboten werden.
Klingt banal, ist aber der Klassiker unter den Beschwerden: Gäste stehen vor verschlossener Tür, weil die Website noch die Zeiten von vor zwei Jahren zeigt oder der Ruhetag nirgends steht. Öffnungszeiten gehören gut sichtbar in den Kopfbereich der Seite und müssen mit dem Google-Unternehmensprofil übereinstimmen – sonst zeigt Google mal die eine, mal die andere Angabe, und keine davon wirkt vertrauenswürdig.
Ein Reservierungsformular oder eine eingebundene Buchungsstrecke nimmt vielen Gästen die Hemmschwelle, überhaupt anzurufen – gerade außerhalb der Öffnungszeiten, wenn sowieso niemand ans Telefon geht. Für kurze Rückfragen zum Tisch oder zu Sonderwünschen nutzen inzwischen viele Gäste lieber WhatsApp als eine E-Mail. Tools wie Superchat bündeln solche Anfragen an einer Stelle, statt sie über private Handynummern der Mitarbeiter zu verteilen.
Stockfotos von fremden Tellern erkennt man sofort, und sie schaden mehr, als sie nützen. Eigene, gut belichtete Fotos vom Gastraum, der Terrasse und den Gerichten wirken deutlich glaubwürdiger. Ergänzend gehört eine ehrliche Auseinandersetzung mit Bewertungen dazu: kurz und freundlich auf Kritik antworten, statt sie zu ignorieren. Das lesen künftige Gäste mit.
Die meisten Gäste suchen unterwegs auf dem Handy, oft mit schwachem Empfang direkt vor dem Restaurant oder auf dem Weg dorthin. Lädt die Seite dann mehrere Sekunden, wird abgebrochen, bevor die Speisekarte überhaupt sichtbar ist. Wie du die eigene Ladezeit selbst prüfst und die Werte richtig einordnest, steht im Artikel zum Messen der Ladezeit.
Aus dem Agenturalltag mit Restaurants und Cafés in Oberschwaben und am Bodensee sind das die Fehler, die am häufigsten Gäste kosten:
Jeder einzelne Punkt für sich ist klein. In Summe sorgen sie dafür, dass ein Gast, der eigentlich schon Hunger auf dein Lokal hatte, sich für ein anderes entscheidet.
Du musst nicht alles auf einmal umbauen. Diese Reihenfolge bringt am schnellsten etwas:
Wenn du nicht sicher bist, wie deine eigene Seite bei diesen Punkten dasteht, kannst du sie kostenlos analysieren lassen – du bekommst innerhalb von 24 Stunden eine persönliche Auswertung, statt selbst jeden Punkt einzeln durchzugehen.
Öffnungszeiten korrigieren, ein paar Fotos austauschen oder Bewertungen beantworten – das kannst du in den meisten Baukastensystemen problemlos selbst erledigen, dafür brauchst du keine Agentur. Sobald es um den technischen Unterbau geht – eine Speisekarte, die sich sauber mit dem Google-Unternehmensprofil abgleichen lässt, eine Landingpage für Feiertage oder Aktionen, oder ein Reservierungssystem, das zuverlässig läuft – lohnt sich oft ein professioneller Website-Aufbau. Wer laufende Betreuung hat, muss sich um Updates, Sicherheitslücken und Erreichbarkeit der Seite nicht mehr selbst kümmern, sondern kann sich auf den Betrieb konzentrieren – mehr dazu unter Hosting und Verwaltung.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigen Referenzprojekte aus verschiedenen Branchen – darunter auch lokale Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe. Wer ohnehin gerade an der eigenen Sichtbarkeit bei Google arbeitet, sollte die Website für Gastronomie und das Google-Profil immer als ein zusammenhängendes Paket behandeln, nicht als zwei getrennte Baustellen.
Aktuelle Speisekarte mit Preisen, Öffnungszeiten inklusive Ruhetag, Adresse mit Anfahrt, eine Reservierungsmöglichkeit und echte Fotos vom Lokal. Diese fünf Punkte entscheiden in der Praxis am meisten über Anfragen und Besuche.
Das Profil ist Pflicht, ersetzt aber keine eigene Seite. Auf der Website hast du Platz für die vollständige Speisekarte, Geschichten rund um dein Lokal und eigene Formulare – Dinge, die im Google-Profil nur eingeschränkt möglich sind.
Öffnungszeiten sofort bei jeder Änderung, etwa vor Feiertagen oder in der Urlaubszeit. Die Speisekarte mindestens bei jedem Saisonwechsel, damit keine Gerichte oder Preise mehr angezeigt werden, die es gar nicht mehr gibt.
Das hängt vom Funktionsumfang ab – ob nur eine Informationsseite oder zusätzlich Online-Reservierung und mehrsprachige Speisekarte gefragt sind. Realistische Rahmen und laufende Kosten findest du im Artikel zu Website- und Hosting-Kosten pro Jahr.
Am Ende zählt für den Gast nur eines: Findet er in Sekunden, was er wissen will, oder muss er suchen. Jede Website für Gastronomie, die Speisekarte, Öffnungszeiten und Reservierung klar aufs Tablett legt, gewinnt genau in diesem Moment den Tisch für heute Abend.
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